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Was für ein herrlicher Morgen. Die Sonne strahlt am blitzblauen Himmel, die Luft ist kühl und klar und die Berge blicken einladend weiß auf uns herab. Der perfekte Tag für eine Frühlingsskitour am Fuße des Dachsteins. Heute steht der Sulzenhals auf dem Programm. Mit etwa 850 Höhenmetern eine wahre Genuss-Skitour vor der traumhaften Kulisse des mächtigen Dachstein-Massivs.

Gleich vom Parkplatz weg führt uns eine breite Forststraße in Richtung Bachlalm und erlaubt uns einen gemütlichen Einstieg in unsere Tour. Genau das Richtige, um ein wenig warm zu werden. Denn ein bisschen kalt ist es schon noch, morgens im schattigen Fichtenwald. Doch schon bald lichtet sich der Wald. Nach und nach setzt sich die Sonne durch und vertreibt die morgendliche Kälte. Gemächlich schieben wir einen Ski vor den anderen, lauschen dem aufgeregten Gezwitscher der Vögel und machen Meter um Meter nach oben gut.

Nach etwa einer Stunde haben wir den Fichtenwald hinter uns gelassen. Vor uns liegt eine traumhaft sonnige und dennoch tief verschneite Almwiese, in deren Mitte die urige Schaidalm liegt. Fast schon kitschig ist der Anblick der traditionellen Hütte vor der Kulisse des imposanten Rötelsteins im Hintergrund. Der perfekte Platz, um einen Schluck Tee zu trinken, eine Schicht auszuziehen und kurz zu verschnaufen. Dann noch schnell ein Foto, bevor es über die märchenhafte Wiese in Richtung Sulzenhals weiter geht.

Wir durchwandern das Ende eines malerischen Kars, das jedes Skitourenherz höher schlagen lässt. Rechts eröffnet sich der Blick auf die steile Windlegerscharte – eine lohnende, aber sehr anspruchsvolle Skitour, die noch auf uns warten muss. Denn heute entscheiden wir uns für den gemütlichen Weg zum Sulzenhals, der uns aber auch schon bald fordert. Das kurze Steilstück am Rande eines lichten Lärchenwaldes verlangt unserer Konzentration und Kondition alles ab. Zum Glück bläst uns ein frisches Lüftchen entgegen, sonst wäre uns beim Aufstieg in der kräftigen Frühlingssonne ohnehin viel zu heiß.

Doch die Mühen haben sich gelohnt. Auf einer kleinen Scharte eröffnet sich der Blick auf die umliegende Bergwelt und motiviert uns, auch noch die letzten Meter in Angriff zu nehmen. Von weitem schon lacht uns das Gipfelkreuz entgegen und weist uns den Weg zu unserem Ziel. Auf 1.900 m angekommen werden wir mit einer traumhaften Aussicht belohnt. Die majestätische Bischofsmütze blickt uns erhaben entgegen, fast als ob sie uns zu Respekt den Bergen und der Natur gegenüber mahnen würde.

Die Sonne strahlt nun am höchsten Punkt und ist bereits kräftig genug, um den dicken Harschdeckel aufzuschmelzen. Nach einer kleinen Stärkung steht uns eine fantastische Firnabfahrt über einen offenen Hang bevor. Wir ziehen die ersten Schwünge im Firn und können unser Glück kaum glauben. Viel zu schnell sind wir am Fuße des Kars angelangt. Wir blicken noch ein letztes Mal andächtig zum Gipfel, bevor wir durch das flach abfallende Tal gemütlich hinausgleiten…

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