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Seien wir ehrlich: Mancherorts nimmt der „Weihnachtswahnsinn“ wahrhaft erschreckende Ausmaße an und verdirbt uns die ganze Vorfreude auf das große Fest. Doch wir in der Ramsau lassen uns nicht in den Weihnachtswahnsinn treiben.

Vielleicht ist das der Grund dafür, dass wir aus tiefster Überzeugung sagen können: „Wir lieben Weihnachten! Und ganz besonders die Vorweihnachtszeit.“. In der Ramsau, am Fuße des Dachsteins, werden im Advent noch uralte Bräuche gepflegt. Eine schöne Tradition, die wir Ihnen gerne näher bringen möchten.

Einer der wichtigsten und bekanntesten Weihnachtsbräuche ist der Krampus. Am 5. Dezember feiert man in ganz Österreich den Krampustag. Bereits in den Tagen davor finden unzählige Krampuskränzchen und Krampusläufe statt. Der Krampus ist übrigens eine Schreckgestalt, die traditionell den Nikolaus begleitet. Wenn Sie bei Ihrem Spaziergang durch die Ramsau einem Exemplar begegnen – nicht erschrecken! Denn in vielen steirischen Orten zieht der Nikolaus in Begleitung seiner Krampusse von Haus zu Haus. Brave Kinder werden vom Nikolaus belohnt, während schlimme Kinder für Ihre Missetaten bestraft werden.

Ein in der Steiermark und in Salzburg ebenfalls weit verbreiteter Brauch ist das Anglöckeln. Im Advent (traditionell donnerstags) gehen in kleinen Orten Sängergruppen von Haus zu Haus, um die Geburt Christi anzukündigen. Als Dank dafür werden die Boten im Sinne der Nächstenliebe vom Hausherrn großzügig bewirtet

Das Ramsauer Ziwebmbrot hingegen ist ein Brauch, der uns in der Ramsau am Dachstein eigen ist. Unter dem Ziwebmbrot verstehen wir ein spezielles Früchtebrot, das in der Weihnachts- und Adventzeit auf den Tisch kommt. Ziwebmbrot ist mit Rosinen (auf Ramsauerisch: Ziwebm), gehackten Haselnüssen und Aranzini gefüllt. Dass die Früchtemasse vor dem Backen großzügig in Rum eingelegt wird, darf auch nicht verachtet werden.

 

Für die Verzehrung dieser Köstlichkeit haben die Ramsauer übrigens einen ganz besonderen Brauch: Zuerst wird eine Knoblauchzehe gegessen, dann eine ungerade Anzahl an Wacholderbeeren gekaut, daraufhin ein Schnaps getrunken und anschließend ein Stück Ziwebmbrot gegessen. Ein Ritual, das Glück für das neue Jahr bringen soll.

Wir persönlich jedoch bevorzugen unser Ziwebmbrot mit einer dicken Scheibe Butter oder mit etwas Speck und Steirerkäs– so wie wir es von unserer Oma gelernt haben.

Bei einem Weihnachtsurlaub in der Ramsau am Dachstein dürfen Sie sich unser traditionelles Ziwebmbrot keinesfalls entgehen lassen. Und für alle, die uns dieses Jahr leider nicht besuchen können, haben wir ein Rezept zum Nachbacken herausgesucht.

 

Gutes Gelingen und bis hoffentlich bald in der Ramsau am Dachstein!

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